Matchbericht TV Horw - HV Huttwil

Am Freitag wurde nicht nur trainiert, sondern vor allem die Anfahrt der Halle in Horw diskutiert, weil diese in der letzten Saison erst nach einer ausgedehnten Stadtrundfahrt gefunden werden konnte. Simu Bieri und Dänu Somer taten sich dabei besonders hervor und waren nach dem Training nicht mehr wirklich fähig aus ihrem Erklärungswahn auszubrechen. Samstags konnte, dank dieser Wegbeschreibung sogar Tscheggus Unimog die Horwerhalle finden.

Dort wurden vor Spielbeginn die Glieder mit Tape am Körper befestigt, Hotdogs konsumiert und der richtige Platz in der Garderobe gesucht und vehement verteidigt. Der Start in die Partie war entgegen aller Erwartungen phänomenal. Nichts da mit verpennten Blumenstädtern! Genauso überrascht wie die Zuschauer, die wir gerne dabeigehabt hätten, war die eigene Bank und vor allem der Gegner, der sich dadurch in kürzester Zeit einen Rückstand einhandelte. Die Defensive kommunizierte vorbildlich und offenbarte keine Mängel. Dadurch war es möglich in der Offensive ohne Druck zu spielen und so kamen einige schöne Treffer zu Stande.

Nach zehn Minuten kam jedoch der absolute Einbruch, bei dem sich die vorher so stark zupackenden Männer in, rosarote Röckchen tragende, Schulmädchen verwandelten und Tor um Tor zuliessen. Dadurch kam auch der Angriff zunehmend unter Zugzwang. Der Druck bekam ihm sichtlich schlecht, was zu einer Torflaute führte. Sehnlichst erwarteten die Huttwiler den Pausenpfiff, der endlich ein wenig Zeit zum Durchatmen bot. Auch der Start in die zweite Hälfte glückte den Gästen souverän. Sie konnten den Rückstand von vier Toren egalisieren, bevor sie erneut Schiffbruch erlitten. Fäbu Bieri, der gelenkig wie ein Menzi Muck, noch einen Penalty verhindern konnte, wurde in der Schlussviertelstunde systematisch alleingelassen und war dadurch trotz mehrerer Paraden nicht im Stande die Katastrophe abzuwenden.

Michael Habegger

Matchbericht HV-Huttwil : Emmen

Das legendäre „Zwöi“ oder „Vieri“, wie es heute entsprechend der Liga genannt wird, machte sich am
letzten Samstag auf den Weg nach Emmen. Dort hatte man vor wenigen Wochen schmerzlich mit der
ersten Mannschaft verloren und wollte es dieses Mal besser machen. Der Kampf um die begehrten
grossen Hosen und passenden Nummern auf den Trikots wurde nur noch von der flammenden Rede
oder Kampfansage des Teamcaptains übertönt. Dieser forderte dieselbe Spielfreude, die man am
Wochenende zuvor gezeigt hatte.

Doch die ersten Minuten waren, wie in der laufenden Saison schon zu oft, absolut katastrophal.
Im Angriff wurden zu viele Würfe aus schlechten Positionen genommen oder der Ball wurde schon
vorher irgendwo und irgendwie verloren. Vom, im Training so stark gewichteten, Rückzugsverhalten
sah man auf der Platte so gut wie gar nichts, was dazu führte, dass sich Emmen mit effizienten
Gegenstössen sehr leicht ein luxuriöses Torpolster erarbeiten konnte. Die letzten fünf bis zehn
Minuten der Halbzeit, waren zwar das komplette Gegenteil der ersten 20. Doch reichten sie nicht um
den grossen Rückstand noch wirklich entscheidend zu verkleinern. Den Schwung in die zweite Hälfte
mitzunehmen funktionierte aber leider nicht und die vielen Zuschauer erlebten eine Neuauflage der
ersten Hälfte. Dank einem Schlussspurt blieb dem Zwöi die totale Blamage in diesem einigermassen
langweiligen Match jedoch erspart.

Endstand 30:25 (16:11) Handball Emmen: Huttwil